Wer sind die Initiatoren des EduCamp?

Die drei Ideengeber des EduCamp sind Marcel Kirchner, Thomas Bernhardt und Steffen Büffel. Um einen Eindruck zu gewinnen, wer genau diese drei Personen sind, was sie machen und wie sie zu der Idee des EduCamp stehen und dessen Zukunft sehen, gibt es hier ein paar Background-Infos von ihnen:

Marcel Kirchner:

Marcel Kirchner

Wenn man Marcel danach fragt, ob er sich selbst kurz in ein paar Sätzen beschreiben könnte, dann sind die folgenden Zeilen das Ergebnis:

Ich bin Promotionsstudent an der Technischen Universität Ilmenau und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Kommunikationswissenschaft, welches u.a. den Studiengang Angewandte Medienwissenschaft mit betreut. Ich beschäftige mich mit dem Einsatz von Social Software im Bildungskontext, insbesondere in der Schul- und Hochschullehre. Mich interessiert vor allem, wie man sich mit Hilfe von E-Portfolios im Internet kompetent präsentieren und seine Lernaktivitäten unterstützen kann, um Kontakte zu knüpfen und sich schließlich später erfolgreich bewerben zu können.

Das besondere am EduCamp ist für Marcel:

…der offene und partizipative Charakter, der die Teilnehmer zu einem permanenten Austausch untereinander anregt. Jeder, der möchte, kann und soll sich also aktiv in Diskussionen einbringen und Themen vorstellen, die ihn im Bildungsbereich bewegen. Das Schöne dabei ist, dass man auf der einen Seite Sessions lange vorher gezielt planen kann aber auch spontane Ideen auf dem Camp selbst entstehen können, die dann umfangreich diskutiert werden und anschließend in der Blogosphäre bzw. Netzwelt landen.

Und die Zukunft des EduCamp steht für Marcel:

…noch etwas in den Sternen. Da das EduCamp aber keine patentierte Marke ist und nicht immer wieder von den selben Organisatoren realisiert werden sollte, erhoffe ich mir, dass die Idee wie bei den BarCamps auch möglichst große Verbreitung findet. Es gibt auch schon einige Interessierte, die EduCamps in nächster Zeit im deutschsprachigen Raum organisieren wollen. Es würde mich freuen, wenn an der TU Ilmenau eine gewisse Tradition für ein jährliches EduCamp entstehen würde und ich bin gerne bereit bei der Organisation von EduCamps mitzuhelfen.


Thomas Bernhardt

Thomas Bernhardt:

Wer ist Thomas Bernhardt und was macht er?

Als gelernter Medienwissenschaftler ist Thomas Bernhardt seit Mitte 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Erwachsenen-Bildungsforschung der Universität Bremen. Im Rahmen seines Promotionsvorhabens beschäftigt er sich dort vornehmlich mit dem Einsatz von Social Software im Bildungskontext. Als „Hardbloggingscientist“ schreibt er regelmäßig im zusammen mit Marcel Kirchner geführten Weblog elearning2null.de zu Themen rund um den Einsatz von Web-2.0-Technologien in der Lehre.

Was ist das Besondere am EduCamp für Thomas?

Am EduCamp-Format bzw. besser am Unconferencing-Format allgemein gefällt mir besonders die komplett lockere und offene Atmosphäre. Es gibt hier keine Unterscheidung zwischen Vortragenden oder Zuhörenden. Jeder ist zu einer aktiven Teilhabe aufgefordert, ob er nun selbst eine Session zu einem frei gewählten Thema ausgestaltet oder sich einfach nur in den Diskussionen einbringt. Das greift gleichzeitig einen anderen Punkt auf, wonach es nicht wie bei herkömmlichen Konferenzen Einreichefristen von bis zu sechs Monaten vor der eigentlich Konferenz für Beiträge gibt, sondern man sich auch kurz vor der Begrüßungsrunde ein Thema einfallen lassen kann, zu dem man eine Session anbieten möchte. Darüber hinaus wird durch die generell kostenlose Teilnahme jedem der Zugang zum Event gewährt. Bei einem EduCamp liefern die Organisatoren den Rahmen, einschließlich Verpflegung und Abendgestaltung, und die Teilnehmer gestalten hierfür aktiv den Inhalt des Events.

Wie sieht Thomas die Zukunft des EduCamp?

Das Format des EduCamp scheint den Nerv der Community getroffen zu haben.
Zwar hatten wir einen Rücklauf der Teilnehmerzahlen beim 2. EduCamp in Berlin zu verzeichnen, aber auch 100 Teilnehmer, im Gegensatz zu 180 in Ilmenau, ist eine stolze Zahl. Der Erfolg spricht dafür, das Format weiterzuführen und so wird es bereits im April 2009 eine Neuauflage des Ilmenauer EduCamp und ein weiteres in Graz/AT im Herbst kommenden Jahres geben. Ich denke, wir alle dürfen gespannt sein, wie sich das Format entwickelt. Bereits für Ilmenau ist eine noch deutlichere Netzpräsenz durch
Livestreams und die Teilnahme weiterer internationaler Gäste geplant. Darüber hinaus erhoffen wir uns auch deutliche Signale in Richtung der klassischen Medien senden zu können, um das Thema digitale Medien im Bildungskontext auch über das Netz hinaus zur Diskussion stellen zu können.

Steffen Büffel

Steffen Büffel:

Wer ist Steffen Büffel und was macht er?

Steffen Büffel arbeitet freiberuflich als Medienwissenschaftler und Medienberater. An der Kunsthochschule Zürich ist er darüber hinaus als künstlerisch-wissenschaftlicher Assistent tätig. Seine
Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich Onlinejournalismus, Social Media, Web 2.0 und innovative Lehr-/Lernmethoden mit neuen Medien. Er bloggt unter www.media-ocean.de und versteht sich selbst als „Hardbloggingscientist“. Außerdem ist er Redaktionsleiter der Blogpiloten.

Was ist das besondere für Steffen am EduCamp?

Die Agenda der Veranstaltung entsteht vor Ort unter Teilnahme und Mitsprache aller Teilnehmer. Dadurch entsteht ein intensiver und offener Austausch mit den Innovatoren im Bereich „Lehre und Lernen“, die mit dem EduCamp immer am Bedarf der Community ausgerichtet sind und die Leute miteinander vernetzt, die zu einem ähnlichen Thema arbeiten oder darüber diskutieren wollen. Des Weiteren beschränkt sich das EduCamp nicht nur auf die drei Tage vor Ort, sondern es wird zwischen den EduCamps auch teilweise intensiv und selbstbestimmt von den Mitgliedern auf der gemeinsamen Plattform diskutiert und das nächste EduCamp inhaltlich vorbereitet. So kann ein sehr enger Kontakt zwischen den Innovatoren im Bereich Lehren und Lernen in Schule, Hochschule und Corporate Learning hergestellt werden.

Wie sieht Steffen die Zukunft des EduCamp?

Das erste EduCamp war schon ein sehr guter Erfolg. Mit dem zweiten EduCamp haben wir die Qualität weiter gesteigert, wenngleich weniger Teilnehmer dabei waren. Künftig wird das Format weiter davon leben, dass eine aktive Community dahinter steht. So lange die Community lebt, wird es EduCamps geben. Den einjährigen Geburtstag werden wir im Frühjahr in Ilmenau feiern und im Herbst 2009 in Graz das Format nach Österreich exportieren, um dort mit Martin Ebner und Kollegen das dann vierte EduCamp durchzuführen.

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