Über das EduCamp

Was ist ein EduCamp?

Die Idee des EduCamp basiert auf dem Prinzip des BarCamps, also einer weitgehend selbstorganisierenden „Mitmach-Konferenz“ (Franz Patzig).

Im Blickfeld eines EduCamp stehen stets Themen rund um das Lernen im Medienumfeld. Hierbei konzentrieren sich die Inhalte vorrangig auf den Einsatz von Social Software wie Weblogs, Podcasts oder auch Wikis im Bildungskontext und dies sowohl an Schulen und Hochschulen als auch im Unternehmensumfeld. Ziel eines solchen Events ist es, Menschen zusammenzubringen, die in den verschiedenen Bildungsbranchen beschäftigt sind und sich mit innovativen Formen, Formaten, Technologien, Strategien etc. des mediengestützten Lernens auseinandersetzen, um sich so über dessen Zukunft austauschen zu können. Zu diesen Personen zählen Experten und Lehrende im Schul- und Hochschulbereich, Vertreter von Unternehmen und Agenturen, sowie interessierte Studierende.

Warum das Thema „Mediengestütztes Lernen“?

E-Learning mit Web 2.0

E-Learning mit Web 2.0 (Photo by Christian Leschke)

Über den Einsatz von Social Software, also Weblogs, Podcasts, Wikis & Co., im Bildungskontext von Schulen, Hochschulen und Unternehmen wird derzeit viel diskutiert. In einer Zeit steigender Informationsmengen erscheint es notwendig, Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen, um up-to-date zu bleiben und zusätzliche Wissensquellen zu erschließen, die bei der Bewältigung von gestellten Aufgaben hilfreich sein können. Von „Edubloggern“, „Podcastern“ und „Wikianern“ ist da die Rede, die besagte Web 2.0-Anwendungen nutzen, damit zu aktiven Content-Produzenten avancieren und sich in Communities vernetzen.

Wie funktioniert ein EduCamp?

Angeregte Diskussion

Angeregte Diskussion (Photo by Christian Leschke)

Basierend auf dem Konzept eines BarCamps ist jeder der Teilnehmer dazu aufgefordert, ein eigenes Thema mitzubringen, über das er gern referieren bzw. diskutieren möchte. Dies kann dann während des EduCamp durch Vorträge, Workshops, Diskussionsrunden und auch jede andere Methode des wissenschaftlichen Austausches realisiert werden.

Der jeweilige Tagesplan des EduCamp ergibt sich, je nachdem welche Themen mitgebracht wurden, erst vor Ort. Zunächst werden dafür alle Themen der Teilnehmer kurz vorgestellt und es wird ein Zeitfenster vordefiniert, in der das Thema behandelt werden soll. Anschließend werden die nun festgelegten Sessions auf die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten verteilt.

Wer steckt hinter der Idee des EduCamp?

Die Idee des EduCamp im deutschsprachigen Raum stammt von den drei Medienwissenschaftlern Steffen Büffel, Marcel Kirchner und Thomas Bernhardt. Die letztgenannten studierten an der TU Ilmenau, welche später die Gastgeber-Universität für das erste EduCamp werden sollte. Im Zuge von Recherchearbeiten für ihre gemeinsame Diplomarbeit zum Thema E-Learning 2.0 lernten sie den freien Medienberater Steffen Büffel kennen. Gemeinsam entstand die Idee, Experten mit Studierenden zusammenzubringen, um über die Trends des Online-Lernens zu diskutieren. Dieser Plan wurde erstmals mittels Online Round Tables (ORTs) über Skype realisiert. Steffen Büffel war von dieser Art des wissenschaftlichen Austausches so angetan, dass er in seinem Blog festhielt, dass es das Konzept des BarCamps auch zum Thema Bildung geben sollte. Damals schwebte ihm noch der Name ‚BarCamp für Education‘ vor, später wurde daraus der Begriff EduCamp.

Marcel Kirchner und Thomas Bernhardt wurden auf seinen Blog-Beitrag aufmerksam und äußerten erste Ideen für Inhalt und Veranstaltungsort als Kommentar. Und nach vier Monaten gemeinsamen Konzipierens war die Idee für das EduCamp schließlich ausgreift.

3 Gedanken zu „Über das EduCamp

  1. Pingback: Deutscher E-Learning- Innovations- und Nachwuchs-Award (D-ELINA)

  2. Pingback: EduCamp in Aachen 5.11.-7.11. – MIA ist klasse

  3. Pingback: Bildung 2.0: Aperto schlägt seine Zelte im EduCamp auf « Aperto-Blog

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