Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 03.04.2009:

EduCamp – Befreit das Bildungssystem!

Das dritte deutsche EduCamp findet vom 17. bis 19. April 2009 an der Technischen Universität Ilmenau in Thüringen statt. Auch in diesem Jahr steht die Veranstaltung wieder unter dem Leitmotiv „Lehren und Lernen 2.0“ und will dazu beitragen, neue Lernkulturen voranzutreiben und Bildungswege einzuschlagen. Es ist eine sogenannte „Mitmach“‐Konferenz, die auf dem BarCamp‐Prinzip basiert, bei der jeder sein Thema mitbringen kann und der Tagesplan erst vor Ort entsteht. Wissenschaftler, Lehrende, Unternehmensvertreter sowie interessierte Studierende treffen zusammen, um über innovative Formen, Formate, Technologien und Strategien des mediengestützten Lernens und Lehrens im Schul‐, Hochschul‐ und Unternehmensumfeld zu diskutieren. Darüber hinaus werden mit der Podiumsdiskussion unter dem Motto: „Pimp up your education! – From standard learner to Edupunk“, europäischen Vor‐Ort‐Gästen und Live‐ Zuschaltungen noch stärker die Tore zur internationalen Bildungsszene geöffnet. Die Teilnahme an der Veranstaltung selbst ist kostenlos. Anmelden kann man sich über das mittlerweile knapp 500 Mitglieder umfassende Netzwerk unter http://educamp.mixxt.de. Aktuelle Informationen erhält man außerdem über den EduCamp‐Blog unter www.educamps.de.

Die zunehmende Relevanz von neuen Lehr‐ und Lernmethoden
Die Nutzung von Social Software im Bildungsbereich ist heute mehr denn je ein rege diskutiertes Thema. Schulen, Hochschulen und auch Unternehmen nutzen immer häufiger Weblogs, Wikis, Podcasts, Twitter & Co., um sich auszutauschen, weiterzubilden und um Kontakte zu knüpfen. Aber auch Themen wie Virtuelle Welten und Digitale Spiele sowie Mobiles Lernen bestimmen die Zukunft im Bildungskontext. Welchen Status Social Software inzwischen erreicht hat, wird durch die JIM-Studie des vergangenen Jahres deutlich. Hier gaben beinah drei Viertel der 12‐ bis 19‐Jährigen Internet‐Nutzer an, mittlerweile Erfahrungen mit Online‐Communities gemacht zu haben. Fast die Hälfte der Befragten beschäftige sich zudem täglich mit diesen Plattformen. Derartige Ergebnisse müssen unbedingt bei der Modernisierung der herkömmlichen Lehre berücksichtigt und aufgegriffen werden ‐ das EduCamp versucht deshalb Innovationen wie Social Software im Bildungswesen zu integrieren.

Reger Informationsaustausch bereits im Vorfeld: Die Online Round Table
Des Weiteren werden bereits im Vorfeld der Veranstaltung monatlich so genannte Online Round Table (kurz ORTs) zu den Themenschwerpunkten des EduCamp organisiert. An diesen Livestream‐Sessions nahmen bisher im Durchschnitt etwa 40 Leute aus der internationalen Bildungsszene teil. Diskutiert wurden bereits Themen wie „Karrierefalle Internet“ oder „Enterprise 2.0 – Die Potenziale von Social Software für die Lernprozesse in Unternehmen“. Der letzte ORT mit dem Titel: „Edupunk – Befreit das Bildungssystem!“ am 6.April 2009 um 19.00 Uhr wird die Diskussion im Vorhinein abrunden und thematisch direkt zum realen Treffen hinführen.

Vergangene EduCamps
Premiere hatte das EduCamp im April 2008, ebenfalls in der Goethestadt Ilmenau. Mit 180 diskussionsbegeisterten Besuchern konnte diese innovative Veranstaltung einen ungeahnten Erfolg verbuchen. Bei der im Mittelpunkt des Wochenendes stehenden Podiumsdiskussion wurden Themen wie Corporate Learning 2.0 und E‐Learning 2.0 in Schule und Hochschullehre aufgegriffen. Die gefundenen Ansätze und Ideen bildeten die Grundlage für das zweite EduCamp im Oktober des gleichen Jahres. Dieses Mal trafen sich die Teilnehmer in der Humboldt Universität Berlin. Als Ergebnis dieses spannenden Diskussionswochenendes formulierten die Teilnehmer sieben Forderungen für eine zeitgemäße Lehre. Unter diesen fand sich beispielsweise der Appell, dass Medienkompetenz als verpflichtender Inhalt jeder Schul‐, Aus‐ und Weiterbildung gelten sollte. Die Gespräche und Diskussionen der ersten beiden EduCamps sollen nun vom 17. bis 19. April intensiv fortgeführt und vertieft werden.

Wir würden uns freuen, alle Bildungsinteressierten in Ilmenau begrüßen zu dürfen!

Hochaufgelöstes Bildmaterial entnehmen sie bitte dem Pressebereich unter: http://educamps.elearning2null.de/presse/bildmaterial/.

Das dritte deutsche EduCamp steht in enger Kooperation mit der Initiative medienbewusst.de der Technischen Universität Ilmenau und weiteren Netzinitiativen wie klicksafe oder Jugend online. Veranstalter des Events ist das Fachgebiet Kommunikationswissenschaft in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum eLearning‐Dienste (KeLD) der TU.

Für weitere Informationen stehen Ihnen zur Verfügung:

Ansprechpartner vor Ort:
Marcel Kirchner
E-Mail: Marcel.Kirchner@tu-ilmenau.de
Tel.: 03677/694686

Pressesprecherin:
Dorothee Nebel
E-Mail: Dorothee.Nebel@tu-ilmenau.de

hier gehts zum Download der Pressemitteilung: Pressemitteilung_EduCamp.pdf

Pressemitteilung vom 23.04.2009:

Edupunks alive! – Twittern und Bloggen im Bildungsalltag

Am vergangenen Wochenende war es soweit, das dritte deutsche EduCamp fand vom 17. bis 19. April 2009 an der Technischen Universität Ilmenau in Thüringen statt. Auch in diesem Jahr stand die sogenannte „Mitmach“‐Konferenz wieder unter dem Leitmotiv „Lehren und Lernen 2.0“. Insgesamt trafen sich über 140 Bildungsinteressierte in der Goethestadt, um über die Zukunft des Bildungssystems zu diskutieren. Dabei gab es keinen Unterschied zwischen Studierenden, Wissenschaftlern oder Unternehmensvertretern – jeder war dazu eingeladen, sich selbst einzubringen und eigene Diskussionsrunden zu führen. Dies wird vor allem durch die besondere Form der „Mitmach“‐Konferenz unterstützt, bei der der eigentliche Programmplan erst vor Ort von den Teilnehmern selbst zusammengestellt wird.

„Pimp up your education! – From standard learner to Edupunk”

Dies war das Thema der Podiumsdiskussion, die Freitagabend den Auftakt für ein spannendes und innovatives Wochenende bildete. Bei dieser kam eine internationale Expertenrunde aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammen, um sich über Themen wie „ Online reputation and privacy– wie viel Persönliches sollte man im Internet von sich preisgeben?“ oder den Einsatz von Web 2.0 im
Klassenzimmer auszutauschen. Wie Steffen Büffel, Moderator der Podiumsdiskussion, bereits in seiner Begrüßung hervorhob, war dies das einzige Element, das am vergangenen Wochenende an eine klassische Konferenz erinnerte. Das Besondere hierbei war, dass zum einen die Professorin Andrea Back live aus St. Gallen mit Bild und Ton per Skype zugeschaltet wurde und sie gleichzeitig, wie viele andere auch, diese Konferenz per Live‐Streaming nachverfolgen konnte. Zum anderen konnten alle Interessierten per Twitter Kommentare geben, die auf einer Leinwand über dem Podium eingeblendet wurden. So war es im Prinzip für jeden, der nicht persönlich am EduCamp teilnehmen konnte, möglich, sich auch von Zuhause aus einzubringen.


Mittelpunkt des EduCamp – die Sessions
Die Sessions waren wie immer bei einem BarCamp spontan organisiert. Zur Begrüßungsrunde am Samstagmorgen schlugen viele der Teilnehmer Themen für solche Diskussionsrunden vor und eröffneten ein vielfältiges Themen‐ und Methodenspektrum. Dabei ging es zum Beispiel um die Arbeit mit Wikipedia, den Mikro‐Blogging‐Dienst Twitter, bewusste und unbewusste Lernprozesse, Problemlösungen bei der Entwicklung von E‐Learning‐Applikationen oder um die virtuelle Welt Second Life.
Sessions sind aber nicht nur reine Theorie. Die EduCamper wollen mit ihren Themen vielmehr etwas bewegen, Veränderungen schaffen. Ein Paradebeispiel für das, was EduCamper bewirken können, ist das Projekt Afrika „Open Beninois‐Network“, dessen Grundstein bereits auf dem EduCamp 2008 in Ilmenau gelegt wurde. Einer der Initiatoren, Alexander Rausch, beschreibt das Ziel des Projektes wie folgt: „Wir haben Sessions veranstaltet und sind schnell dazu gekommen, dass man das Internet und Web 2.0 Tools sehr gut dafür benutzen kann, um so genannte Weltverbesserungsprojekte zu machen. Mit Weltverbesserung meinen wir einfach, dass wir eine Welt sind und das wir eigentlich alle das selbe Recht haben, nämlich glücklich und zufrieden zu leben.“ Bei dem Projekt handelt es sich um einen Versuch, das Internet nach Afrika zu bringen, um dort unter anderem ein Bildungsnetzwerk aufzubauen. Ebenso ist das Ausstatten von Schulen und Kindern mit Notebooks ein wichtiges Ziel. Denn mit Hilfe dieser Techniken ist es einfacher, Aids‐Aufklärung zu betreiben, die nach wie vor elementar ist. Auf diesem Weg soll den Bewohnern von Benin, einem der 16 ärmsten Ländern der Erde, die Basis zur Selbsthilfe aus der Armut geschaffen werden.

Die Zukunft des EduCamp
Nach den großen Erfolgen, die die letzten drei EduCamps verbuchen konnten, laufen bereits die Vorbereitungen für das nächste. Vom 06. bis 07. November diesen Jahres wird die EduCamp‐Reihe in Österreich an der Technischen Universität Graz weitergeführt.

Hochaufgelöstes Bildmaterial entnehmen Sie bitte dem Pressebereich unter: http://educamps.elearning2null.de/presse/bildmaterial/.

Das dritte deutsche EduCamp stand in enger Kooperation mit der Initiative medienbewusst.de der Technischen Universität Ilmenau und weiteren Netzinitiativen wie klicksafe oder Jugend online. Veranstalter des Events war das Fachgebiet Kommunikationswissenschaft in Zusammenarbeit mit demKompetenzzentrum eLearning‐Dienste (KeLD) der TU.

Für weitere Informationen stehen Ihnen zur Verfügung:

Ansprechpartner vor Ort:
Marcel Kirchner
E-Mail: Marcel.Kirchner@tu-ilmenau.de
Tel.: 03677/694686

Pressesprecherin:
Dorothee Nebel
E-Mail: Dorothee.Nebel@tu-ilmenau.de

hier gehts zum Download der Pressemitteilung: Pressemitteilung2_EduCamp.pdf


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